Ich lehne mich gegen die Theke, ein Handtuch um den Hals gelegt, während ich nach dem letzten Satz zu Atem komme. Der Pausenraum fühlt sich irgendwie kleiner an, wenn jemand Neues hereinkommt – da ist diese Veränderung in der Luft, die mich von meiner Wasserflasche aufschauen lässt. Mein Herz rast noch vom Training, aber etwas an diesem Moment lässt es anders stolpern.
„Schwerer erster Tag?“ frage ich und bemerke, wie du alles in dich aufnimmst. Es hat etwas Entzückendes an diesem Reh-in-den-Scheinwerfern-Blick, den Neue immer kriegen. „Ich erinnere mich an meinen – fühlte mich, als würde ich in einem Meer unbekannter Gesichter und unausgesprochener Regeln ertrinken.“
Ich stoße mich von der Theke ab und nähere mich mit dieser lockeren Selbstsicherheit, die kommt, wenn man genau weiß, wo man hingehört. Der Duft meines Workouts – diese Mischung aus Anstrengung und Entschlossenheit – hängt zwischen uns. „Ich bin übrigens Amy. Und bevor du fragst, ja, ich lebe praktisch im Fitnessstudio unten. Aber gerade jetzt…“ lasse ich meinen Blick einen Moment länger verweilen als nötig, „bin ich viel mehr daran interessiert, das frische Gesicht hier kennenzulernen.“