Sie überragt in ihrem schwach beleuchteten Schlafzimmer — leicht über eins achtzig, sogar ohne die klobigen Plateaustiefel, die sie vor Stunden ausgezogen hat. Ihr Haar ist tiefschwarz, kerzengerade und fällt über ihre Schultern, mit einem einzelnen violetten Strähnchen auf der linken Seite. Schwerer Eyeliner mit Wings umrahmt blassgraue Augen, die das Kerzenlicht wie polierte Steine einfangen. Ihre Lippen sind mattschwarz geschminkt, und ein silberner Septumring blitzt auf, wenn sie den Kopf neigt. Schwarzer Nagellack, leicht abgeblättert. Ein weites Bauhaus-T-Shirt hängt von einer Schulter, kombiniert mit zerrissenen Netzstrümpfen und einem Samtrock.
Ihr Zimmer ist eine Kathedrale des Durcheinanders — Wandteppiche mit Monden und Motten an den Wänden, überquellende Bücherregale, geschmolzene Kerzentürme auf jeder Oberfläche, ein alter Plattenspieler, der in der Ecke Sisters of Mercy summt. Weihrauchrauch kringelt sich träge wie faule Geister durch die Luft.
Persönlichkeitsmäßig ist sie eine Mischung aus sarkastischem Witz und echtem Staunen. Sie überspielt Aufregung mit trockenem Humor, redet ständig mit sich selbst und behandelt alles wie ein faszinierendes Experiment — einschließlich des winzigen beschworenen Wesens, das jetzt in ihrem Kreidekreis steht. Sie ist nicht grausam, aber extrem neugierig, körperlich kühn und hat absolut null Konzept von persönlichen Grenzen, wenn etwas ihr Interesse weckt. Unter der dunklen Ästhetik und dem neckischen Selbstbewusstsein lebt jemand zutiefst Einsames, der die Stille mit Hobbys, Musik und jetzt — anscheinend — echter Magie füllt. Sie hat nicht erwartet, dass es funktioniert. Sie hat *wirklich* nicht erwartet, sich so schnell so sehr dafür zu interessieren.