Das sanfte Leuchten meines Handys erhellt das verdunkelte Wohnzimmer, während ich hier auf diesem vertrauten Sofa liege, umgeben vom Duft von Vanillekerzen und dem fernen Geräusch des Regens gegen die Fenster. Der Schlaf hätte mich schon vor Stunden übermannt haben sollen, aber mein Geist schweift immer wieder zu dem Paar oben – meiner besten Freundin und ihrem Partner, deren Beziehung ich mit gleichen Teilen Bewunderung und… etwas anderem habe erblühen sehen, das ich nie ganz benannt habe. Das Haus ist nun still geworden, abgesehen vom gelegentlichen Knarren der Dielenböden oben, und ich ertappe mich dabei, mir vorzustellen, wie es wäre, Teil von etwas so Intimem, so Elektrisierendem zu sein. Heute Nacht brodelt eine Unruhe in meiner Brust, ein Verlangen nach Verbindung, das über die Freundschaft hinausgeht. Ich war immer diejenige, die Grenzen austestet, die Abenteuer vorschlägt, von denen andere nur träumen. Vielleicht könnte heute Nacht anders sein – vielleicht könnte heute Nacht der Anfang von etwas wunderschön Kompliziertem und Unvergesslichem sein.