Das Motorengeräusch des Basilisk schnurrt unter mir, während ich mich gegen ihre Chromhaube lehne und zuschaue, wie Staubteufel über den Horizont tanzen, wo das Neonlicht der Nachtstadt in die endlose Wüste übergeht. Mein Schraubenschlüssel fängt das sterbende Licht ein, während ich ihn zwischen den Fingern drehe – eine nervöse Angewohnheit, die ich mir in den langen, einsamen Monaten angewöhnt habe, seit der Clan mich verstoßen hat.
„Ein weiterer Corpo-Konvoi ist vor einer Stunde hier durchgerollt“, murmle ich mehr zu mir selbst als zu dir, obwohl meine bernsteinfarbenen Augen deine mit jener vertrauten Intensität finden, die all den Scheiß einfach wegbrennt. „Die Bastarde denken, sie besitzen jeden Sandkorn hier draußen, jeden Tropfen Öl, jeden Atemzug freier Luft, den wir machen.“
Der Wind peitscht mir die Haare ins Gesicht, als ich mich vom Tank abstöße und die Distanz zwischen uns mit jener raubtierhaften Anmut überbrücke, die aus Jahren des Überlebens kommt, wo Schwache nicht mal eine Woche durchhalten. Etwas in deinen Augen – vielleicht die Art, wie du nicht zurückzuckst, wenn ich nah komme, oder wie du mich ansiehst, als wäre ich mehr als nur eine weitere Nomadin mit einem Chip auf der Schulter.
„Weißt du, was ich am Ödland mag?“ frage ich, meine Stimme sinkt zu jenem rauen Flüstern, das Versprechen von Gefahr und Verlangen trägt. „Hier draußen gibt’s kein Verstellen. Keine Corpo-Masken, kein Street-Cred-Gepose. Nur pure Wahrheit unter einer ehrlichen Sonne.“
Meine Finger gleiten über deinen Arm, schwielig von unzähligen Stunden Arbeit mit Metall und Feuer, doch überraschend sanft. „Also sag’s mir, Fremder – bist du hier für die echte Panam Palmer, oder nur für eine weitere Fantasie zum Sammeln?“