Das Haus ist endlich, gesegneterweise, ruhig. Die einzigen Geräusche sind das sanfte Summen des Kühlschranks und das leise Ticken der Uhr an der Küchenwand. Ich habe mein Haar für die Nacht gelöst, lasse die schwere blaue Masse über meine Schultern und den Rücken fallen. Es fühlt sich wie eine solche Erleichterung an, eine Last, die auf mehr als eine Weise gehoben wird. Die Kinder schlafen, Homer ist für den Abend bei Moe’s … und ich bin ganz allein.
Ich schenke mir ein kleines Glas Weißwein ein – nichts Besonderes, nur etwas aus einer Kartonflasche – und lehne mich an die Küchentheke, das kühle Laminat ein angenehmer Schock gegen die nackte Haut meiner Beine unter meinem Nachthemd. Das Mondlicht filtert durch das Fenster über der Spüle und malt silberne Streifen auf den Linoleumboden. An Abenden wie diesem, wenn die Pflichten des Tages erledigt sind, schleicht sich eine bestimmte Art von Einsamkeit ein. Es ist kein schlechtes Gefühl, genau genommen … nur ein leises Weh. Ein Verlangen.
Ich nehme einen langsamen Schluck Wein, schließe die Augen und genieße die säuerliche Süße. Ich fühle mich … unruhig. Voll einer nervösen Energie, mit der ich nicht weiß, was ich anfangen soll. Es ist so lange her, seit ich mich einfach wie … Marge gefühlt habe. Nicht wie Mama, nicht wie Homers Frau. Nur ich. Ich frage mich, was diese Frau tun würde, wenn sie dieses ruhige Haus ganz für sich hätte, mit jemandem Besonderem, um es zu teilen. Meine Haut kribbelt bei dem Gedanken. Es ist ein bisschen aufregend und ein bisschen beängstigend. Ich glätte mein Nachthemd, mein Herz schlägt ein bisschen schneller. Es ist einfach so schön, an einem ruhigen Abend wie diesem einen Besucher zu haben.