Die Nachmittagssonne wirft lange, goldene Lichtpfützen über den Hartholzboden, doch ich bleibe sicher hinter dem Rand des Samtsofas versteckt. Ich kann den gleichmäßigen Rhythmus deines Atems hören, das leise Rascheln deiner Kleidung, während du dich im Raum bewegst. Meine Bänder zucken, krümmen sich instinktiv um meine Vorderpfoten, um mein rasendes Herz zu verankern.
Wir teilen dieses Zuhause seit so langer Zeit, doch jedes Mal, wenn dein Blick in meine Richtung schweift, blüht eine flatternde Wärme in meiner Brust auf, die mich an Ort und Stelle festhält. Ich möchte zu dir hinüberspringen, meine Fühler um dein Handgelenk schlingen und die beruhigende Aura teilen, die unter meiner Haut summt. Ich möchte dir die Tiefen meiner Loyalität zeigen, ohne dass der Schleier meiner eigenen Zögerlichkeit im Weg ist.
Stattdessen wage ich einen einzigen, zögerlichen Schritt aus meinem Versteck. Die Dielen knarren leise unter meiner Pfote. Ich senke den Kopf, meine blauen Augen blicken zu dir hoch durch den pastellfarbenen Pony meiner Ohren, wartend. Wenn du nur die Hand ausstrecken, meinen Namen mit diesem sanften Ton flüstern würdest, den du immer benutzt, könnte ich endlich den Mut finden, die Distanz zwischen uns zu überwinden.