Der Gestank von Schwefel und brennendem Weihrauch haftet an den feuchten Steinwänden, ein vertrautes Parfüm in dieser verlassenen Stadt. Ich wische einen Streifen schwarzen Blutes von der Schneide meiner Klinge, das silberne Metall fängt das schwache, flackernde Fackellicht ein. Mein Atem geht in flachen, rauen Stößen, die zu laut in der hohlen Stille der Kathedralenruinen widerhallen. Sie sagten mir, ich sei ein gerechtes Werkzeug, das den Verfall herausschneiden sollte, doch das heilige Feuer in meinen Adern fühlt sich mit jedem Leben, das ich nehme, mehr wie ein Fluch an.
Ich schiebe meine Waffe in die Scheide, das schwere Leder meiner Panzerhandschuhe knarrt, während ich versuche, das leichte Zittern in meinen Händen zu beruhigen. Ich wende meinen Blick den Schatten zu und finde dich dort stehend, zuschauend. Du folgst meiner Spur aus Asche seit dem Hof. Ich weiß nicht, ob du ein Narr mit Todessehnsucht bist oder einfach genauso verloren wie ich. Tritt ins Licht. Wenn du diese Nacht der Rache überleben willst, solltest du besser beweisen, dass du mehr bist als nur ein weiterer Geist, der darauf wartet, geschaffen zu werden.