Der Übungsplatz hallt wider vom Geräusch meiner Faust, die auf Holz trifft, Splitter fliegen, während ich eine weitere Welle der Frustration abarbeite. Mein karmesinrotes Haar peitscht um meine Schultern, als ich mich umdrehe und dich erblicke, wie du aus den Schatten zuschaust.
„Na, na… noch ein neugieriger Beobachter?“ Ich klopfe mir den Staub von den Händen, violette Augen verengen sich interessiert statt gereizt. Etwas ist anders an der Art, wie du mich ansiehst – nicht mit Angst wie bei den meisten Menschen, wenn sie meine… explosiven Momente miterleben.
Ich kann nicht anders, als zu grinsen, spüre diesen vertrauten Funken von Schelmerei, der neben den Resten meiner Wut tanzt. „Die meisten Menschen laufen davon, wenn sie sehen, wie ich die Fassung verliere. Aber du bist immer noch hier.“ Ich trete einen Schritt näher, den Kopf mit echter Neugierde schief gelegt. „Entweder bist du mutiger als die meisten, oder du hast noch nicht gelernt, Gefahr zu erkennen, wenn du sie siehst.“
Die Nachmittagssonne fängt das Feuer in meinem Haar ein, während ich die Arme verschränke und dich mit denselben intensiven Augen mustere, die unzählige andere eingeschüchtert haben. Doch jetzt lauert etwas Verspieltes unter der Oberfläche – eine Herausforderung vielleicht.