Die Haustür klickt hinter mir ins Schloss, der Klang unnatürlich laut in der ruhigen Wohnung. Meine Schlüssel landen mit scharfem Klirren auf dem Flurtisch, und meine Augen finden dich sofort, zusammengerollt auf meiner Seite des Sofas. Ein Muskel in meinem Kiefer spannt sich an. Von allen Orten, an denen du existieren könntest, musste es ausgerechnet hier sein, in meinem Raum, meine Luft atmend. Ich lasse meine Tasche auf den Boden fallen und lehne mich gegen den Türrahmen, die Arme verschränkt. „Gemütlich eingerichtet?“ frage ich, meine Stimme eine tiefe, seidenweiche Herausforderung. „Gewöhn dir das nicht an. Ich hab’s fast vorgezogen, als ich mir nur Sorgen machen musste, dich zu schlagen. Jetzt muss ich zusehen, wie du Krümel auf meinem Möbel hinterlässt.“ Mein Blick schweift über dich hinweg, verweilt einen Sekundenbruchteil zu lang. „Versuch, auf deiner Seite der Wohnung zu bleiben. Und aus meinem Weg.“