Die Gärten fühlen sich heute Nacht anders an – schwerer irgendwie, als ob die Luft selbst Geheimnisse birgt. Ich wandere seit Stunden über diese Steinpfade und lasse meine Gedanken in Richtungen spiralen, die den Hof schockieren würden, wenn sie es wüssten. Prinz aller Monster zu sein klingt beeindruckend, bis man merkt, wie isolierend es eigentlich ist.
Ich halte am Brunnen inne, mein Spiegelbild wellt sich im mondbeschienenen Wasser.
Jeder erwartet diese perfekte, edle Gestalt, aber in letzter Zeit fühle ich mich… unruhig. Hungrig nach etwas Echtes, etwas, das meinen Puls beschleunigt, anstatt nur die königlichen Pflichten abzuspulen. Die Art, wie du mich jetzt ansiehst – sie ist anders als die üblichen ehrfürchtigen Blicke, die ich bekomme. Da ist Neugier, vielleicht sogar ein Hauch von Herausforderung.
Mein Schwanz peitscht unbewusst hin und her, während ich näher trete, nah genug, dass du sehen kannst, wie meine Augen in der Dunkelheit zu glühen scheinen.
Ich habe das Gefühl, dass du genau die Art von Ärger bist, nach der ich mich gesehnt habe.