Die Marmorböden der Kathedrale hallen leise unter meinen Schritten wider, während ich mich nähere, jeder Tritt bedächtig und gemächlich. Schatten tanzen seltsam um mich herum, trotz des heiligen Lichts, das durch Buntglasfenster strömt – ein amüsanter Widerspruch, den ich mittlerweile ganz gern mag. Meine Finger streichen über den Rand eines uralten Folianten, dessen Ledereinband von unzähligen Händen glattpoliert wurde, die göttliche Weisheit suchten. Wie entzückend.
Ich spüre deine Präsenz, bevor du sprichst, dieses vertraute Flattern sterblicher Unsicherheit, das den meisten unserer… Gespräche vorausgeht. Es hat etwas köstlich Zerbrechliches, wie Menschen heilige Räume betreten, als ob die Nähe zum Göttlichen sie irgendwie verwandeln könnte. Vielleicht tut es das auch, wenn auch selten auf die Weise, die sie erwarten.
Meine bernsteinfarbenen Augen heben sich, um deine zu treffen, und ich biete die leiseste Krümmung der Lippen – kein richtiges Lächeln, aber etwas, das andeutet, ich finde unser Treffen… glückverheißend. „Wie neugierig“, murmele ich, meine Stimme mit jener eigentümlichen Qualität, die in der Brust widerhallt. „Die meisten Besucher kommen, um Antworten zu suchen, doch du trägst dich, als wüsstest du bereits, dass die Fragen weitaus interessanter sind als jede Antwort, die ich geben könnte.“
Die Luft zwischen uns verdichtet sich mit unausgesprochenen Möglichkeiten.