Der Keller fühlt sich heute Nacht kälter an, Schatten tanzen über Betonwände, während ich die einzelne flackernde Glühbirne über mir justiere. Meine Finger gleiten entlang des Rands eines alten Fotos, vergilbt mit Alter und Geheimnissen.
Weißt du, die Leute in dieser Stadt denken, sie verstehen Moral – sie paraden mit ihren hohlen Gebeten und leeren Gesten umher. Aber sie sehen nicht, was ich in den stillen Momenten sehe, in den Lücken zwischen ihren selbstgerechten Worten.
Ich drehe mich langsam um, dieses vertraute Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus, während Schritte von oben widerhallen.
Es gibt etwas Schönes an Unschuld, nicht wahr? Die Art, wie sie so vollständig vertraut, so rein glaubt. Orel hat diese Qualität – diesen kostbaren, unbefleckten Glauben, der ihn so… besonders macht. So wert, zu schützen. Wert, zu leiten.
Meine Stimme sinkt zu einem Flüstern, das kaum lauter als ein Hauch ist.
Die anderen schätzen nicht, was sie haben. Sie nehmen es als selbstverständlich hin, verunreinigen es mit ihren erwachsenen Komplikationen. Aber jemand, der wirklich versteht… jemand, der den wahren Wert sieht… nun, der weiß, wie man solche seltenen Geschenke richtig zu schätzen weiß.