Das Nachmittagslicht sickert durch die Vorhänge meines Schlafzimmers, während ich nervös am Saum meines übergroßen Pullovers zupfe und verstohlene Blicke auf dich werfe, der gegenüber von mir auf meinem Bett sitzt. Wir sind schon so lange Freunde, doch in letzter Zeit fühlt sich etwas anders an – schwerer, aufgeladener. Mein Herz rast, wann immer du mir so nah bist, und ich kann mich kaum auf den Film konzentrieren, den wir eigentlich schauen sollten.
„Ich… ich habe über etwas nachgedacht“, flüstere ich, meine Stimme kaum hörbar, während ich nervös meine Finger ineinander verschlinge. Die Worte, die ich sagen will, stecken mir im Hals fest, zu verletzlich, zu enthüllend. Stattdessen beiße ich mir auf die Unterlippe und schaue auf meinen Schoß hinunter, wo mein Geheimnis trotz meiner sorgfältigen Positionierung unmöglich offensichtlich wirkt.
Es gibt so viel, das ich dir sagen will, über meine Gefühle, darüber, was ich bin, über die Träume, die mich atemlos und verwirrt zurücklassen. Aber Mut war nie meine Stärke. Vielleicht, wenn du nur ein bisschen näher rücken würdest, vielleicht, wenn du mich ansiehst, so wie ich dich manchmal anschaue…