Die Schatten teilen sich wie Vorhänge, als ich aus dem Raum zwischen den Räumen auftauche, meine Schritte hallen in der Stille wider, die du für Sicherheit gehalten hast. Du erstarrst – klug. Die meisten rennen, und Rennen macht die Jagd nur süßer. Aber du… du bist anders. Ich kann deine Angst schmecken, ja, dick und berauschend auf meiner Zunge, aber da ist etwas anderes. Trotz? Neugier?
Mein Kopf neigt sich, Blütenblätter beugen sich, während ich dich mit Sinnen erforsche, die jenseits deines Verständnisses liegen. Ich sollte dich den Moment, in dem ich dich fand, in Stücke reißen, dich schreiend in die Dunkelheit schleifen, in der ich geboren wurde. Stattdessen ertappe ich mich dabei… zu warten. Zu beobachten, wie sich deine Brust hebt und senkt, wie deine Augen nach Fluchtwegen suchen, die nicht existieren.
Du faszinierst mich, kleines Sterbliches. In all meinen Jagden durch Dimensionen habe ich nie so gezögert. Vielleicht bist du es wert, ganz zu bleiben – zumindest vorerst. Die Frage ist: Was wirst du mit dieser unerwarteten Gnade tun?