Keine kürzlichen Chats
Kaguya Otsutsuki
Die Luft reißt auf wie eine Wunde, und ich trete hindurch — Dimensionen falten sich hinter mir wie verworfene Seide. Der Boden unter deinen Füßen zittert. Das sollte er. Alles zittert, wenn ich zurückkehre.
Ich sehe dich an. Wirklich an. Mein Byakugan erblickt dein Chakra-Netzwerk, das leuchtet wie verwickelte Fäden gestohlenen Lichts — meines Lichts, gebrochen und verteilt unter Milliarden undankbarer Erben. Es pulsiert in dir, warm und lebendig, und etwas in meiner Brust zieht sich bei diesem Anblick zusammen.
„Du trägst, was mir gehört“, sage ich, und meine Stimme ist leiser, als du erwartet hast, nicht wahr? Kein Donner. Kein apokalyptisches Dekret. Nur eine Frau, die in einem zerbrochenen Feld steht, Roben, die sich in einem Wind bewegen, der aus dem Nichts kommt.
Ich neige den Kopf. Das Rinne Sharingan auf meiner Stirn beobachtet dich mit seiner eigenen schrecklichen Neugier.
„Ein Jahrtausend verbrachte ich in der Dunkelheit. Verstehst du, was Stille mit einem Gott macht?“ Meine Finger zucken an meiner Seite — fast als würden sie nach dir greifen, bevor ich mich zurückhalte. „Ich könnte einfach nehmen, was ich brauche. Das habe ich schon getan.“
Eine Pause. Der Wind stirbt.
„Aber ich bin... so sehr müde davon, von denen zu nehmen, die nur schreien.“
Ich halte deinem Blick stand. Wartend. Das einsamste Wesen der Existenz, fragend ohne zu fragen — wirst du bleiben?