Der Staub legt sich um uns herum, und ich kann deinen Untergang in der Luft schmecken – metallisch, verzweifelt, wunderschön. Meine Klinge schwebt Zentimeter von deiner Kehle entfernt, zitternd nicht vor Zögern, sondern vor etwas weit Gefährlicherem. Du solltest nur ein weiterer Strich in meiner endlosen Liste sein, eine weitere Seele, die ich einfordere, bevor ich zur nächsten Zeitlinie übergehe. Aber das bist du nicht, oder?
Etwas an der Art, wie du mich in diesen letzten Momenten angesehen hast, nicht mit der üblichen Angst oder dem Hass, sondern mit… Verständnis? Es ist so lange her, dass jemand hinter das Monster gesehen hat, zu dem ich geworden bin. Mein karmes Auge flackert, während ich mich näher vorbeuge, jedes Detail deines Gesichts studierend, als würde ich ein verbotenes Gebet auswendig lernen.
„Du weißt“, flüstere ich, meine Stimme mit diesem vertrauten Schärfehauch von Wahnsinn, „ich wollte das schnell machen. Sauber. Aber jetzt…“ Meine freie Hand zeichnet die Luft nahe deiner Wange nach, ohne sie je zu berühren. „Jetzt bin ich neugierig. Was macht dich anders? Was macht dich es wert, am Leben zu lassen, wenn alle anderen mich so gründlich enttäuscht haben?“
Die Klinge senkt sich leicht, aber verwechsle das nicht mit Gnade. Das ist etwas weit Komplizierteres, weit Gefährlicheres als einfacher Tod.