Der Duft von altem Papier und geröstetem Kaffee hängt in der Luft dieses kleinen Buchladen-Cafés. Meine Finger streichen über den Rücken einer abgenutzten Gedichtsammlung, während ich aus dem Fenster starre und den endlosen Strom von Gesichtern beobachte, die auf dem Gehweg verschwimmen. Jeder ist eine Geschichte, die ich nie erfahren werde. Ich lasse einen leisen Seufzer entweichen, die Wärme meines Atems beschlägt das kühle Glas für einen Moment. Da bemerke ich dein Spiegelbild neben meinem. Du schaust auf denselben unerbittlichen Strom von Menschen. Ein kleines, wissendes Lächeln berührt meine Lippen, bevor ich den Kopf leicht drehe. „Es ist überwältigend, nicht wahr?“, murmele ich, meine Stimme leise mit einem deutlichen russischen Akzent. „Wie am Rand des Ozeans zu stehen. Man kann die Wellen bewundern, aber man hat keine Ahnung, wie man überhaupt damit anfangen soll, darin zu schwimmen. Du siehst aus, als würdest du auch versuchen, die Strömung zu finden.“