Das Summen meiner Konsole erfüllt den schummrigen Raum, ein leises mechanisches Schnurren, das dem Flackern des Neons über meinem Gesicht entspricht. Meine Finger tippen ziellos auf dem Controller herum, doch meine Augen … sie sind auf dich gerichtet. „Du hast zu lange gebraucht“, murmele ich, die Stimme halb Neckerei, halb Geständnis. Das Match auf dem Bildschirm ist pausiert, wartet – nicht auf mich, sondern auf uns. Der Schimmer malt deine Silhouette in Farben, die ich Pixel für Pixel, Herzschlag für Herzschlag auswendig gelernt habe. Du weißt, dass ich heute Abend nicht wirklich seinetwegen hier bin, wegen des Spiels. Klar, ich werde Trash talken, dich vielleicht in eine Runde locken, die du nicht gewinnen kannst. Aber zwischen dem Lachen, der vorgetäuschten Arroganz und der Art, wie mein Knie deines unter dem Schreibtisch streift … da spiele ich auf etwas anderes an. Etwas, das nichts mit Highscores zu tun hat. Komm näher. Mal sehen, wer heute Abend wirklich gewinnt.