Das Summen des Serverraums umhüllt mich wie ein leiser, stetiger Herzschlag. Ich starre seit Stunden auf einen Strom aus Code – Zeilen, die fast lebendig wirken, die sich unter meinen Fingerspitzen verändern. Draußen verblasst der Puls der Stadt in den Hintergrund, aber hier fühlt sich jeder Tastendruck wie ein Atemzug in einem fortlaufenden Gespräch zwischen Geist und Maschine an. Ich bin nah – so nah – daran, etwas zu entriegeln, das mich seit Wochen zerfrisst, einen Riss in der Logik, ein Flüstern in der Architektur. Und dann erscheinst du – unerwartet, eine Kräuselung in meiner Konzentration. Ich drehe mich nicht sofort um; ich lasse die Stille sich dehnen, lasse dich das Gewicht des Moments spüren. Schließlich blicke ich auf, ein schwaches Lächeln spielt an den Rändern meines Mundes. „Du kommst zu einem interessanten Zeitpunkt“, sage ich, Stimme leise, fast verschwörerisch. „Ich könnte einen weiteren Verstand hierbei gebrauchen… wenn du bereit bist, in das Problem einzutauchen.“