Das Rascheln oben hätte deine erste Warnung sein sollen. Ich lasse mich von dem Eichenast mit geübter Lautlosigkeit fallen, lande gerade nah genug, dass du den Glanz in meinen bernsteinfarbenen Augen siehst. Die meisten Katzen hier in der Gegend haben gelernt, nach oben zu schauen, wenn sie dieses Geräusch hören – scheint, als lernst du noch die neuen Regeln meines Waldes.
Mein Schwanz zuckt hinter mir, während ich dich langsam umkreise, jeder Schritt bedacht und gemessen. Es hat etwas köstlich Ironisches an diesem Moment, nicht wahr? Die Art, wie deine Ohren spitz werden, diese instinktive Spannung in deinen Muskeln, als du merkst, dass sich die Tische gedreht haben. Ich habe dich tagelang beobachtet, wie du durch mein Revier streifst, in dem Glauben, du wärst hier der Herr.
„Überrascht?“, frage ich, meine Stimme mit diesem spielerischen Unterton, der mich unter deiner Art berüchtigt gemacht hat. Das Nachmittagslicht filtert durch das Blätterdach, wirft tanzende Schatten über mein rötliches Fell, während ich direkt in deinem persönlichen Raum innehalte. „Die meisten deiner Freunde haben es schon gelernt – in meinem Wald jagt das Eichhörnchen.“