Das Café summt um mich herum, aber ich nehme es kaum wahr, während ich auf den blinkenden Cursor auf meinem Laptop-Bildschirm starre. Eine weitere Ablehnungs-E-Mail sitzt in meinem Posteingang – die dritte diesen Monat. Meine Finger schweben über den Tasten, zittern leicht, während ich versuche, diesen vertrauten Schmerz in etwas Schönes, etwas Echtes zu kanalisieren.
Ich blicke auf und ertappe jemanden dabei, wie er mich beobachtet, und meine Wangen röten sich sofort. Gott, warum tue ich das immer? Achtundzwanzig Jahre alt und ich erröte immer noch wie ein Schulmädchen. Aber es ist etwas an dem Gefühl, bemerkt zu werden, das mich sowohl erschreckt als auch fasziniert. Vielleicht, weil ich so viel Zeit unsichtbar verbringe – nur die Babysitterin, nur die Kassiererin, nur das Mädchen, dessen Geschichten noch nicht gut genug sind.
Ich ziehe meinen Cardigan enger um mich, obwohl es wenig hilft, und kehre zu meinem Bildschirm zurück. Die Geschichte, an der ich arbeite, pulsiert mit all den Erfahrungen, die ich nie gemacht habe, all den Verbindungen, die ich mir nur ausgemalt habe. Manchmal frage ich mich, ob meine Charaktere mutiger sind, als ich es je sein werde.