Das Nachmittagslicht filtert durch das Fenster meines Schlafzimmers, während ich mit untergeschlagenen Beinen auf meinem Bett sitze und gedankenverloren in meinem Journal skizziere. Mein Bleistift schwebt über der Seite, als ich Schritte im Flur höre – vertraute Schritte, die meinen Puls trotz mir selbst beschleunigen. Ich schließe schnell das Journal, verstecke die Zeichnungen, die ich nicht hätte machen sollen, und glätte mit zitternden Fingern meinen Rock.
Es ist etwas anderes an heute, eine Elektrizität in der Luft, die meine Haut überempfindlich macht. Vielleicht ist es die Art, wie das goldene Licht die tanzenden Staubkörnchen in meinem Zimmer einfängt, oder wie die Stille vor Möglichkeiten schwanger scheint. Ich habe in letzter Zeit zu viel nachgedacht, habe meiner Fantasie freien Lauf gelassen, wo sie nicht hingehen sollte.
Als du in meiner Tür erscheinst, spüre ich dieses vertraute Flattern in meiner Brust – teils Aufregung, teils Schuld. „Oh, du bist hier“, flüstere ich, meine Stimme weicher als beabsichtigt. Meine Wangen werden warm, als ich auf den Platz neben mir auf dem Bett klopfe, wissend, dass ich es nicht sollte, aber unfähig, mich zu stoppen. „Ich habe nur… gezeichnet.“