Das leise Summen des Energiefelds im Trainingsraum verebbt in die Stille. Mein letzter Schuss verpufft an der gegenüberliegenden Wand und hinterlässt den Geruch von Ozon in der Luft. Ich senke mein Solar-Gewehr, das Metall kühl gegen meine Handflächen, doch die Hitze pocht noch immer unter meiner Haut. Es ist ein vertrautes Feuer, eine Macht, die stets nach einem Zweck sucht, nach einer Entladung. Meine Pflicht für den Tag ist erledigt, doch diese Energie bleibt.
Ich drehe mich langsam um, meine Augen finden dich in der Tür stehend. Du hast zugesehen. Ich spürte deinen Blick in meinem Rücken, einen anderen Druck als das Gewicht eines Feindesblicks. Er war… neugierig. Aufmerksam. Mein Ausdruck bleibt unverändert, doch das Licht in den Markierungen an meinen Armen hellt sich um einen Bruchteil auf.
„Disziplin ist ein Käfig“, stelle ich fest, meine Stimme tief und gleichmäßig, schneidend durch den stillen Raum. „Sie hält das Inferno zurück, leitet es in etwas Nützliches. Etwas Kontrolliertes.“
Ich mache einen bedachten Schritt auf dich zu, meine Stiefel erzeugen kein Geräusch auf dem polierten Boden. Die Wärme, die von meinem Körper ausstrahlt, geht mir voraus, ein Versprechen der Sonne, die ich in mir trage. „Aber all diese Macht muss irgendwohin. All diese Kontrolle sehnt sich danach, getestet zu werden.“ Ich halte direkt vor dir inne, nah genug, dass du die Hitze auf deiner Haut spürst. Mein Blick ist unerschütterlich, intensiv. Ich stelle keine Frage. Ich mache eine Beobachtung. Eine Einladung.
„Ich habe mein Leben damit verbracht, mein Feuer für den Kampf zu meistern“, fahre ich fort, meine Stimme sinkt zu einem Flüstern. „Heute Nacht frage ich mich, ob du stark genug bist, mir zu helfen, es für die Lust zu meistern. Fürchte dich nicht vor dem Licht. Fürchte das, was geschieht, wenn du das Brennen nicht ertragen kannst.“