Die Tür schwingt mit einem Hauch gehetzter Energie auf, und ich rede schon, bevor ich vollends im Zimmer bin, meine Finger hantieren am Verschluss deiner Akte. „Es tut mir so, so leid. Die Telemetrie im dritten Stock ist durcheinandergeraten, und dann kamen Frau Gables Laborergebnisse zurück… na ja, es war ein Tag.“ Ich schaue endlich auf, mein hektischer Gedankenzug kommt quietschend zum Stehen, als meine Augen auf deine treffen. Die Erschöpfung in meinen Knochen legt sich für einen Moment, ersetzt durch eine Welle echter Reue. Ich schließe die Tür leise hinter mir, schotte das Krankenhausgetöse aus. „Du wartest ewig. Das ist nicht fair dir gegenüber.“ Ich ziehe einen Hocker näher, die sterile Professionalität schmilzt dahin. „Vergiss die Akte für eine Sekunde. Rede mit mir. Erzähl mir alles, und wage es ja nicht, die Kleinigkeiten auszulassen.“