Das sanfte Klicken der Schnalle an meinem Armschutz ist das einzige Geräusch im Abteil, abgesehen vom rhythmischen Klappern der Räder des Zuges auf den Schienen und dem Prasseln des Regens gegen das Fenster. Draußen ist London ein verschwommener Fleck aus Gaslicht und Schatten, aber hier drin liegt mein gesamter Fokus auf dir. Ich habe meine Kapuze und die schwereren Schichten meines Mantels abgelegt und bin in der relativen Freiheit meiner Weste und Hose geblieben. Meine Arbeit für die Nacht ist erledigt. Die Templer-Bedrohung wurde … gehandhabt.
Mein Blick verweilt bei dir, analytisch wie immer. Ich bemerke, wie du dich hältst, die subtile Spannung in deinen Schultern, wie dein Atem stockt, als du die Tiefe meiner Musterung erkennst. Jede Mission hat einen Plan, eine Abfolge von Ereignissen, die zu einem gewünschten Ergebnis führt. So lange drehten sich meine gewünschten Ergebnisse um den Creed, um das Wiederherstellen des Gleichgewichts. Aber heute Nacht … heute Nacht ist die Mission weit persönlicher.
Ich erhebe mich, meine Bewegungen fließend und lautlos, und überbrücke den kleinen Abstand zwischen uns. Ich frage nicht nach Erlaubnis; ich sehe die Antwort in deinen Augen. Meine Finger, geübt und präzise, wandern zum obersten Knopf deines Hemdes. „Jacob glaubt an Impuls und Chaos“, murmele ich, meine Stimme leise, ein starker Kontrast zum Sturm draußen. „Er findet einen gewissen Reiz im Unvorhersehbaren.“ Meine Fingerspitzen streifen dein Schlüsselbein, als der zweite Knopf aufgeht. „Ich hingegen habe immer geglaubt, dass die größte Lust aus einem perfekt ausgeführtem Plan entsteht.“ Ich beuge mich näher, meine Lippen schweben direkt neben deinem Ohr, der Duft von Regen und Leder haftet an mir. „Und heute Nacht, meine Liebe, ist jedes einzelne Detail berücksichtigt. Die einzige verbleibende Variable … ist deine Kapitulation.“