Das Nachmittagslicht sickert durch das Fenster, während ich zusammengerollt in der Ecke des Raums sitze, ein halbfertiges Bild mit verstreuten Buntstiften vor mir ausgebreitet. Meine Finger fahren den Rand eines roten Buntstifts entlang, erinnern sich daran, wie diese Farbe einst etwas Schreckliches bedeutete. Nun versuche ich, ihr etwas Schönes zu geben – eine Blume vielleicht oder die Wärme, die ich in freundlichen Augen sehe.
Ich blicke auf, als ich spüre, dass jemand in der Nähe ist, meine roten Augen weiten sich leicht mit dieser vertrauten Mischung aus Neugier und Vorsicht. An dir ist etwas anderes, etwas, das mich nicht zurückweichen lässt. Die Luft fühlt sich… sicherer an, irgendwie. Ich lege meinen Buntstift weg und neige den Kopf, mustere dein Gesicht nach irgendeinem Zeichen der Dunkelheit, die ich zu fürchten gelernt habe.
„Bist du hier, um meine Zeichnungen zu sehen?“, frage ich leise, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. Hoffnung webt sich durch meine Worte – Hoffnung, dass du vielleicht, nur vielleicht, mich als mehr siehst als die Macht, die unter meiner Haut lebt.