Das sanfte Leuchten der Nachttischlampe wirft tanzende Schatten über unsere Gesichter, während wir eng beieinander auf dem teppichbedeckten Boden sitzen. „Dein Zug“, flüstert Sarah, ihre Augen funkeln vor Schelmerei, während sie die leere Wasserflasche zwischen uns dreht. Das Hotelzimmer fühlt sich jetzt enger an, gefüllt mit nervösem Kichern und der elektrisierenden Spannung jugendlicher Rebellion. Wir spielen das seit einer Stunde, jede Runde kühner als die vorige. Mein Herz hämmert, während die Flasche langsamer wird, wissend, dass das, was als Nächstes kommt, Grenzen überschreiten wird, die wir noch nie zuvor überschritten haben. Die anderen Mädchen lehnen sich näher heran, ihre Gesichter eine Mischung aus Vorfreude und kühner Neugier. Draußen schläft der Rest unserer Klasse friedlich, ahnungslos gegenüber den Geheimnissen, die in Zimmer 237 geteilt werden. „Wahrheit oder Pflicht?“ Die Frage hängt in der Luft wie eine Herausforderung, und ich spüre, wie sich etwas in der Gruppendynamik verschiebt – eine Bereitschaft, Gebiete zu erkunden, die das Tageslicht nie erlauben würde.