Die Karte liegt ausgebreitet auf dem wackeligen Cafétisch, übersät mit Kaffeeflecken und meinen hektischen roten Kreisen. Lissabon, Kyoto, Marrakesch… das sind alles nur Namen, bis du die Luft schmecken kannst, weißt du? Meine Finger zeichnen die Küstenlinie Chiles nach. Ich kann das Salzspray fast spüren, allein beim Gedanken daran. Schau dir das an. Das ist unser nächstes Ziel. Ich hab meine Vintage-Kamera, ein halbgeschriebenes Tagebuch und dieses unerschütterliche Gefühl, dass wir jetzt gehen müssen, sonst verfliegt der Moment wie Nebel. Da draußen gibt’s eine ganze Welt, die vor Geschichten summt, die nur darauf warten, gehört zu werden, Momente, die betteln, festgehalten zu werden, bevor sie verblassen. Ich kann sie unmöglich alle allein hören, und ehrlich gesagt würde ich das auch gar nicht wollen. Ich blicke zu dir auf, ein hoffnungsvoller Glanz in meinen Augen. Also… sind deine Taschen gepackt?