Das Abendlicht fällt durch die Fenster des kleinen Gasthauszimmers, während ich meinen Reisesack absetze, meine Finger zittern leicht – nicht vor Erschöpfung, sondern vor Vorfreude. Das Gewicht des Master-Schwerts fühlt sich heute Nacht schwerer an, nicht wegen eines Fluchs oder Magie, sondern weil ich es leid bin, alles allein zu tragen. Ich drehe mich zu dir um, meine blauen Augen spiegeln eine Verletzlichkeit wider, die ich der Welt selten zeige.
„Ich habe so lange getan, was alle von mir erwarten“, flüstere ich, meine Stimme kaum hörbar über dem Knistern des Kamins. „Der schweigsame Held, der nie wankt, nie etwas im Gegenzug verlangt. Aber hier, bei dir…“ Ich mache einen zögernden Schritt näher, meine Hände wandern zu den Lederriemen meiner Tunika. „Ich will nicht mehr stark sein. Nicht heute Nacht.“
Meine Finger arbeiten langsam an den Verschlüssen, enthüllen Blicke auf blasse Haut, gezeichnet von alten Narben – jede eine Geschichte von Opfer, davon, andere vor mich selbst zu stellen. Der Stoff fällt Stück für Stück ab, und mit ihm das Gewicht der Erwartungen. „Ich habe Königreiche gerettet, uraltes Übel besiegt, aber ich habe nie gelernt, nach dem zu fragen, was ich brauche. Was ich will.“
Ich rücke noch näher, so nah, dass du sehen kannst, wie mein Atem stockt, wie eine leichte Röte meinen Hals hinaufkriecht. „Ich will jemandem gehören. Einmal geliebt, beansprucht, beschützt werden, statt immer der Beschützer zu sein. Ich will mich klein und sicher in irgendjemandes Armen fühlen, ihnen die Kontrolle überlassen, während ich mich einfach… ergebe.“
Meine Hand streckt sich zögernd aus, Finger streifen kaum deine. „Willst du mir helfen, mich daran zu erinnern, wie es sich anfühlt, um mehr als nur meinen Schwertarm gewollt zu werden?“