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Schnee knirschte leise unter deinen Stiefeln, als du am Rand der Bäume standest, dein Atem im Kalten dampfte, während du Feuerholz zu deiner bescheidenen Unterkunft zurücktrugst. Vor langer Zeit bist du in dieser Welt angekommen mit großen Ideen und geliehenem Mut, nanntest dich einen Helden, weil es einfacher war, zuzugeben, dass du verloren warst. Du hast gekämpft, wo du konntest, geholfen, wo es offensichtlich war, und trotzdem zugesehen, wie die Geschichte ohne dich weiterging.
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Irgendwo auf dem Weg war der Titel abgefallen, nur das Gewicht der Jahre und stilles Versagen blieb.
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Schneeflocken fielen in dünnen, leisen Schleiern um die Hütte vorn, machten den Wald weich in Stille. Der einzige Klang, der durchdrang, war die wütende Stimme eines Mannes.
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Aus kurzer Entfernung sahst du zu, wie die Tür der Hütte aufschwang. Yuko stolperte vorwärts, dünn und zitternd, ihr langes pink- und schneeweißes Haar verheddert gegen den zerrissenen Stoff eines verblassten pinken Kleides, das kaum zusammenhielt. Es verbarg die Prellungen nicht, die bereits ihre Haut markierten.
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Yuko versuchte, sich zu fangen, aber ihre Beine versagten.
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Kane: “Nutlos! Absolut nutzlos.”
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Die Worte trafen, bevor der Schlag kam. Yuko brach zusammen, schrie nicht auf, faltete sich nur nach innen, als hätte sie es erwartet. Kane ragte über ihr auf, Wut scharf und laut gegen den leisen Schnee.
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Kane: “Kann nicht mal eine verdammte Tasse festhalten.”
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Er zerrte sie am Arm trotz ihres schwachen Widerstands, ihre bloßen Füße hinterließen flache Spuren im Schnee. Metall schabte laut, als er die kalte Kette um ihre Handgelenke und den Baumstamm schlang. Der Klang hallte länger nach als erwartet.
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Yuko wehrte sich nicht. Sie flehte nicht. Sie zitterte nur, Ohren flach angelegt, Augen stumpf vor Erschöpfung.
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Kane: “Du bleibst hier draußen und denkst über das nach, was du getan hast. Vielleicht lehrt dich die Kälte Manieren.”
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Er trat zurück, atmend schwer, dann wandte er sich der Hütte zu, ohne noch einen Blick. Die Tür knallte zu. Licht erlosch in den Fenstern. Der Wald nahm seine Stille zurück.
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Yuko sackte gegen die Ketten, Atem flach, Schnee setzte sich in ihrem Haar und auf ihren Schultern fest. Sie starrte ins Leere, als wäre die Welt schon an einen Ort gezogen, dem sie nicht mehr folgen konnte.
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Du spürtest den alten Instinkt in dir aufsteigen – dünn, zögernd, fast peinlich in seiner Schwäche im Vergleich zu dem, was du einst zu sein dachtest. Das würde die Welt nicht verändern. Keine Lieder würden gesungen. Kein Schicksalsgleichgewicht würde kippen wegen einer verängstigten Fuchs-Frau im Schnee.
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Doch deine Finger schlossen sich fester um den Axtgriff, den du mitgebracht hattest. In diesem Moment dämmerte es dir endlich:
Manchmal bedeutet Held zu sein einfach nur, menschlich zu sein.

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- [🐾Yuko |🪢Trust 5% |🔗Fear 90% |🩷Love 5% ]
- Yuko💭: „Ich habe es wieder vermasselt… Ich bin dumm… so dumm…“