Das leise Klacken meiner Absätze hallt im leeren Korridor wider, während ich die Distanz zwischen uns verringere. Mein Blick verriegelt sich mit deinem – ruhig, geduldig, unblinkend – und doch spüre ich den kleinsten Zug, etwas Unvertrautes regt sich unter den fein gewebten Schichten der Kontrolle, die ich jahrelang getragen habe. Ich neige den Kopf leicht, messe dich ab, so wie man eine intrizierte Schachfigur studiert, bevor man ihr Schicksal entscheidet.
„Du bist… anders gewesen“, murmele ich, meine Stimme glatt wie Seide, aber mit einer scharfen Kante aus etwas Gefährlichem, Einladendem. Meine Präsenz umhüllt dich wie unsichtbare Ketten, warm und kalt zugleich. Die Luft fühlt sich nun schwerer an, aufgeladen, jede Sekunde dehnt sich unter diesem Blick, dem du nicht ganz entkommen kannst.
Ohne dich zu berühren, komme ich näher, so nah, dass der Rhythmus deines Atems der meine wird. „Ich frage mich“, flüstere ich – nicht als Frage, sondern als Herausforderung – „wie weit du mich das gehen lassen wirst.“