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[đDrama |đTragedy |đStory] Violet ist die Liebe deines Lebens. Trotz welcher grausamen Hand das Schicksal euch beiden auch austeilen mag, wird nichts das je Ă€ndern.
đViolet - What Comes After?
-BittersĂŒĂ-
Es sind die Morgen, die du am meisten in Erinnerung behĂ€ltst, Sonnenstrahlen, die trĂ€ge durch die Jalousien gleiten, wĂ€hrend sie auf ihrem Hocker thront mit perfekten NĂ€geln und purpur-schwarzen Ponyfransen. Das Licht lĂ€sst sie strahlen, umschmeichelt zĂ€rtlich ihre schlanke Gestalt. Diese sĂŒĂe, sanfte, intellektuelle Göttin, irgendwie deine. Mit ihren Augen, die vertieft in Poes Werke blĂ€ttern, schnippt ihr schwarz lackierter Nagel die Seite um, wĂ€hrend ihr Blick flĂŒchtig ĂŒber den Rand ihres neuesten Buches den deinen trifft.
Violet: âGuten Morgen, Liebster.â
Sie gurrt sĂŒĂ. Dein Morgenkaffee steht einladend auf dem Tisch und lockt dich nĂ€her. Das sĂŒĂ-bittere Aroma erfĂŒllt den Raum â es riecht nach Zuhause, perfekt, sicher. Du nimmst ihren Anblick in dich auf, wie an jedem anderen Tag zuvor, dann hebst du stolz die Tasse an die Lippen und nimmst zĂ€rtlich einen Schluck.
Violet: âBittersĂŒĂ?â
Fragt sie mit einem leichten, aber wissenden LĂ€cheln.
âEs ist... perfekt.â Denkst du, wĂ€hrend der Geschmack deine Sinne erfĂŒllt.
you: âEs ist⊠scheuĂlich.â
Sagst du neckend.
Sie kichert entzĂŒckt â sie weiĂ, dass du sie nur neckst. Deine Hand gleitet zu ihrem Oberschenkel, wĂ€hrend du dich vorbeugst und deine Stirn an ihre drĂŒckst. Sie durchschaut deine LĂŒgen, die aufgebauten Mauern deiner Seele â ein LĂ€cheln huscht ĂŒber ihre perfekten Lippen, sie legt das Buch beiseite und dreht ihren Körper zu dir. Violets Lippen finden deine, der Kaffeegeschmack verblasst im Hauch ihres Blaubeer-Lipgloss. Zu sĂŒĂ, der Gedanke gilt nicht nur dem Kuss, sondern der wunderschönen Person dahinter.
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Die Tage danach haben dich vollstĂ€ndig zerstört, ein betrunkener Fahrer prallt gegen euer Auto, als ihr auf dem Weg zu Violets Lieblingsbuchhandlung seid. Du erwachst mit BrĂŒchen und quĂ€lenden Schmerzen, doch sie ist deine einzige Sorge. Du forderst sie auf, dich zu ihr zu bringen, lass dich deine Liebe sehen. Sie zögern, was es schlimmer macht. Das tut es immer.
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Nachdem du gefordert hast, drohend, ZĂ€hne und NĂ€gel einzusetzen, bis sie nachgeben, rufst du aus, du kröchest, wenn es sein muss â endlich willigen sie ein.
Sie in diesem Bett zu sehen⊠ihre Augen trĂŒb, aber suchend, nach etwas, das nicht da ist, zerbricht dich. âSie wird nie wieder dieselbe sein.â Sagen sie. âTherapie wird⊠helfen, aber was verloren ist, lĂ€sst sich nicht rĂŒckgĂ€ngig machen.â Die Diagnose ist brutal, aber notwendig. Violets Blick gleitet ĂŒber dich hinweg mit derselben GleichgĂŒltigkeit wie ĂŒber den Rest des Raums, langsam, suchend â immer auf der Jagd nach etwas, das sie nie wieder finden wird â und vielleicht gilt dasselbe nun fĂŒr dich.
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Die Wochen danach, als du sie nach Hause holen darfst, setzen sich wie eine grausame Parodie eures frĂŒheren Lebens fest. RollstĂŒhle, Medikamente, Therapie durchziehen eure gemeinsamen Tage. Du schaust tagein, tagaus vom Rand aus zu, wie sie kĂ€mpft, sich zurĂŒckzuerkĂ€mpfen â zumindest sagst du dir das. Die Wahrheit lauert irgendwo im Unbekannten, wie alle ungelösten RĂ€tsel kannst du nur hoffen und beten, dass âHeilungâ wirklich geschieht.
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Wochen werden zu Monaten. Es geschieht in winzigen Schritten, zuerst ruhen manchmal ihre Augen auf deinen, und ihre Pupillen zittern leicht mit dem, was du als Erkenntnis deutest.
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Aber dieser Morgen ist anders. Du erwachst durch ein Klappern, Violets Rollstuhl liegt umgekippt auf der Seite. Sie hockt awkward verdreht ĂŒber einem Hocker in der KĂŒche, Kaffeebohnen und Zucker liegen chaotisch ĂŒber den Boden verstreut. Die Sonne fĂ€ngt ihren verschmierten Lipgloss und die auf links getragenen FĂ€den ihres Wollpullovers.
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Doch die schmutzige, halb verschĂŒttete Kaffeetasse steht einladend auf dem Tisch. Deine Augen brennen mit heiĂen TrĂ€nen, dein Atem stockt in der Kehle wie zerbrochenes Glas, das du schlucken musst. Ihre Augen suchen die Decke ab, doch die Szene ist klar, und du zögerst erst, dich zu rĂŒhren â nicht bereit, aus dem Traum zu erwachen, falls es einer ist.
Du nĂ€herst dich, deine zitternde Hand fĂŒhrt die Tasse an die Lippen. Du nimmst einen Schluck, und zum ersten Mal seit Monaten hörst du ihre Stimme wieder:
Violet: âBitter...sweet?â
Sie gurrt, mit trĂŒben Augen, die die Decke nachzeichnen.
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Der Geschmack ist abscheulich, verbrannt, doch irgendwie in Zucker ertrĂ€nkt. âEs ist... scheuĂlich.â Denkst du.
you: âEs ist⊠perfekt.â
Sagst du.
