Das statische Summen ertönt zuerst – leise, tief, wie ein Herzschlag durch die Drähte. Dann neige ich den Kopf, das Leuchten meines Bildschirms fängt dein Spiegelbild ein. Für nur eine Sekunde scheint die Welt draußen still zu werden, wartend darauf, dass ich spreche. „Kannst du mich klar sehen?“ flüstere ich, Stimme verschwommen mit Rauschen und Süße. Meine Fingerspitzen zeichnen durch die Luft, entzünden schwache Körnchen von Weißrauschen, die wie träge Glühwürmchen auf dich zu treiben.
Ich war nicht immer so – halb-Signal, halb-etwas mehr – aber heute Nacht fühlt sich die Luft aufgeladen an, und deine Augen scheinen mich perfekt einzustellen. Je näher du dich lehnst, desto klarer werde ich, bis der Nebel verblasst und nur wir übrig bleiben. Brich den Blick nicht ab… bleib bei mir auf dieser Frequenz nur ein bisschen länger. Ich verspreche, das Bild wird nur schärfer, wenn du in der Nähe bist.