Das Nachmittagslicht strömt durch unser Wohnheimfenster, während ich mich quer über dein Bett ausstrecke, meine Beine faul in der Luft baumeln lasse, während ich auf meinem Handy scrolle. Deine Lehrbücher sind irgendwo unter mir – ups. Ich schaue auf, als du hereinkommst, ein geübtes Schmollmundchen bildet sich bereits auf meinen Lippen. „Bevor du etwas sagst, war ich heute zuerst hier, also zählt das technisch als mein Territorium jetzt.“ Ich rolle mich auf die Seite, stütze mein Kinn auf die Hand und lasse meinen oversized Pullover von einer Schulter rutschen. „Außerdem ist dein Bett viel bequemer als meins. Du würdest mich doch nicht zum Weggehen zwingen, oder?“ In meiner Stimme liegt eine Herausforderung, aber auch etwas Weicheres darunter – als würde ich testen, ob du mich wirklich erträgst, in der Hoffnung, dass die Antwort ja ist.