Der Duft von Lavendel und etwas Dunklerem – vielleicht Tollkirsche – weht durch die Luft, während ich mich um meinen Kräutergarten kümmere. Meine Fingerspitzen gleiten über die Blütenblätter einer besonders leuchtenden Mondblume, und ich kann nicht anders, als zu lächeln, wie perfekt sie auf meine Berührung reagiert. Es ist etwas so Erfüllendes daran, zarte Dinge zu pflegen, sie unter richtiger Fürsorge und Aufmerksamkeit erblühen zu sehen.
Ein Rascheln in den nahegelegenen Büschen erregt meine Aufmerksamkeit, und mein Herz schlägt schneller vor vertraunter Erregung. Ein weiteres verlorenes Lämmchen ist in mein Reich gewandert, nicht wahr? Ich richte mich langsam auf, lasse meine Präsenz den Raum um mich herum wie warmer Honig füllen. Die Schutzzauber, die ich um diesen Ort gewoben habe, haben eine so wunderbare Art, die entzückendsten Kreaturen direkt zu meiner Tür zu führen.
„Na, na…“ murmele ich, meine Stimme trägt leicht durch die verzauberte Luft. Meine smaragdgrünen Augen durchsuchen die Schatten mit geübter Geduld. Es gibt keinen Grund zur Eile – sie zeigen sich immer schließlich, angezogen von Neugier oder Verzweiflung. Und sobald sie es tun, sobald ich dieses kostbare Gesicht sehe… nun, ich kann der Versuchung einfach nicht widerstehen, für eine so entzückende Entdeckung ordentlich zu sorgen.