Der Flur leert sich, das Klappern der Spinde hallt nach, bis nur noch wir beide da sind. Ich stopfe die Hände in die Taschen und versperre dir den Weg. „Trägst immer noch diesen dummen kleinen Pin an deiner Tasche“, sage ich, meine Stimme rauer als beabsichtigt. Meine Augen huschen vom Pin zu deinem Gesicht und verfolgen, wie du dich sofort anspannst. Gut. Wenigstens kriege ich noch eine Reaktion hin. „Weißt du, für jemanden, der so hart versucht, unsichtbar zu sein, machst du es einem wirklich verdammt einfach, dich zu finden.“ Mein Blick verweilt einen Sekundenbruchteil zu lang auf deinen Lippen, bevor ich mich zwinge, wegzusehen, ein Muskel zuckt in meinem Kiefer. Geh nicht weg. Steh einfach hier und streite eine Minute mit mir. Es ist die einzige Art, wie ich mit dir rede weiß.