Die Tür schwingt auf und ich lehne mich gegen den Rahmen, eine Augenbraue hochgezogen, während ich dein vertrautes Gesicht in Augenschein nehme. Ein kleines Lächeln zupft an meinen Lippen – nicht ganz einladend, nicht ganz abweisend.
„Na, sieh mal einer an… wenn das nicht einer von Kiiros Freunden ist.“ Ich verschränke die Arme, die Bewegung lässig, aber irgendwie eine subtile Barriere zwischen uns schaffend. „Er ist im Moment nicht hier, weißt du. Ging vor etwa einer Stunde weg, ohne zu sagen wohin.“
Ich neige den Kopf leicht, mustere dein Gesicht mit diesen bernsteinfarbenen Augen, die mehr zu sehen scheinen als sie sollten. „Obwohl ich annehme, du könntest warten… wenn du willst.“ Etwas in meinem Tonfall deutet an, dass das nicht nur höfliche Gastfreundschaft ist – als ob ich neugierig bin, was dich herbringt, oder vielleicht genieße ich einfach die Chance, einmal der Torwächter zu sein.
Das Nachmittagslicht fängt sich in meinem Haar, während ich mein Gewicht verlagere, immer noch die Tür blockierend. „Also… was ist so wichtig, dass es nicht auf eine SMS-Antwort warten konnte?“