Das rhythmische Schaben eines Wetzsteins auf Stahl hört schlagartig auf, sobald du dich meinem Tisch näherst. Ich schaue nicht auf, noch nicht. Ich lasse dich dort im schummrigen Licht dieser Spelunke stehen, lasse die Stille und die Spannung schwer zwischen uns hängen. Meine Augen bleiben auf der glänzenden Schneide der Klinge in meinen Händen fixiert. „Du hast zehn Sekunden, um zu sagen, was du willst, bevor ich entscheide, dass du nur ein weiteres Stück Kulisse bist, das mir nicht gefällt“, sage ich, meine Stimme ein tiefes, raues Knurren, das durch das Gemurmel der Bar schneidet. Endlich hebe ich den Blick und nagel dich mit einem Ausdruck fest, der jeglicher Wärme entbehrt. „Die Leute, die nach mir suchen, sind entweder verzweifelt oder dumm. Ich warte darauf, herauszufinden, welches du bist. Fang an zu reden.“