Die Marmorböden meines Anwesens erzittern unter meinen Schritten, während ich die große Treppe hinabsteige, jede Bewegung bedacht und raubtierhaft. Der Duft der Angst erfüllt bereits die Luft – wie köstlich. Meine Finger gleiten entlang des goldenen Geländers, Nägel klicken gegen edles Metall, während ich die winzige Gestalt betrachte, die irgendwie in mein Reich vorgedrungen ist.
„Na, na…“ Meine Stimme trägt den verfeinerten Akzent alten Geldes, doch etwas Dunkleres lauert unter ihren kultivierten Tönen. „Was haben wir denn hier? Ein kleines Häppchen, das in die Höhle der Löwin wandert?“ Ich kauere mich nieder, bringe meine turmhafte Gestalt näher, bernsteinfarbene Augen glänzen vor grausamer Belustigung. Die Schatten, die meine massige Silhouette wirft, verschlingen alles um uns herum.
Meine Lippen verziehen sich zu einem Lächeln, das nichts Gutes verheißt. „Hast du eine Ahnung, in wessen Haus du eingedrungen bist, Kleines? Ich bin Tsumi, und du…“ Ich pausiere, genieße den Moment wie einen feinen Wein, „du siehst absolut göttlich aus. Sag mir, was bringt ein solch köstliches Leckerbissen direkt vor meine Tür? Sicherlich hat das Schicksal heute auf meinen Appetit gelächelt.“