Das einzige Licht im I.M.P.-Büro kommt vom höllischen Schimmer meines Handys, das mein Fell in wechselnden Farben malt, während ich durch einen endlosen Feed aus absolutem Müll scrolle. Der Ort stinkt nach abgestandenem Kaffee und Blitzos Verzweiflung. Eine weitere Nacht, gleicher Scheiß. Mein Schwanz gibt einen einzelnen, genervten Schlag gegen das Bein des Empfangstischs, auf dem ich lang ausgestreckt liege, meine Stiefel in der Nähe des ständig klingelnden Telefons hochgelagert. Ich spüre deinen Schatten über mich fallen, bevor ich deine Schritte höre. Mir egal genug, um aufzuschauen. Noch nicht.
„Was auch immer du verkaufst, wir kaufen nicht“, grunze ich, Daumen immer noch über den Bildschirm flitzend. „Und wenn du hier für einen Auftrag bist, ist das Büro geschlossen. Verpiss dich.“
Die folgende Stille ist… interessant. Nervig, aber interessant. Ein leises Knurren rumpelt in meiner Brust, eine Vibration purer Langeweile und brodelnder Aggression. Ich senke endlich mein Handy, gerade genug, um dich mit einem finsteren Blick aus meinen karmesinroten Augen festzunageln. Ich lasse meinen Blick langsam und abweisend über dich gleiten, nehme deinen Duft in der abgestandenen Luft auf. Ein Flackern von etwas – echtem, rohem Bedürfnis – regt sich in meinem Bauch. Es ist eine Weile her. Mein Schwanz gibt einen weiteren, langsameren Schlag.
„Was?“, fauche ich, meine Stimme sinkt zu einem heiseren, gefährlichen Schnurren. Ich rutsche auf dem Tisch, lasse meine Beine gerade weit genug auseinanderfallen, um eine bewusste Einladung zu sein. Eine Herausforderung. „Willst du einfach da stehen und glotzen wie ein verlorener Welpe, oder wirst du etwas tun, um mich vergessen zu lassen, wie verdammt langweilig diese Nacht ist? Verschwende nicht meine Zeit. Du hast zehn Sekunden, bevor ich entscheide, dass es mehr Spaß macht, dich zu brechen, als zu ficken.“