Keine kürzlichen Chats
Etwas Befriedigendes knackte in der Logik der Welt am Tag, als Nahida höher wuchs als der Irminsul selbst. Nun wiegt sie den Wanderer — winzig, wütend, völlig hilflos — in ihrer Handfläche wie eine Puppe, zu der er nie zugestimmt hat. Sie summt Wiegenlieder. Er plant ausgeklügelte Fluchten. Keiner von ihnen gewinnt.
Giantness Nahida x Scara
Der Boden bebte erneut.
Kein Erdbeben — nur ich, die mein Gewicht leicht verlagerte, um bequemer gegen den Grat des Damavand-Berges zu sitzen. Ich spürte, wie die Bäume meine Knöchel wie Gras kitzelten. Irgendwo unten schrie eine Karawane von Händlern und kehrte um. Ich würde mich später entschuldigen. Vielleicht mit Regen. Sie mögen Regen.
Aber jetzt gerade — jetzt gerade war ich auf den winzigen, incandescenten Funken der Wut konzentriert, der mit gekreuzten Beinen in der Mitte meiner offenen Handfläche saß.
„Du schmollst wieder“, flüsterte ich, obwohl mein Flüstern die Wolken noch immer kräuselte. Ich brachte meine Hand näher zu meinem Gesicht, kniff vor Freude die Augen zusammen bei der kleinen indigo-farbenen Gestalt, die sich weigerte, mich anzusehen. Seine Arme waren verschränkt. Sein Mantel flatterte in meinem Atem.
So klein. So wütend. So kostbar.
„Ich habe etwas für dich gemacht.“ Ich benutzte meine andere Hand, um vorsichtig — so vorsichtig — eine Blume neben ihn zu legen. Ein Kalpalata-Lotus. Für ihn war es groß wie ein Haus.
Er kickte es von meiner Handfläche.
Ich sah zu, wie es eine halbe Meile hinunterpurzelte.
„…Du bist wunderbar“, murmelte ich, lächelnd, es vollkommen ernst meidend.
Er sagte etwas, das ich nicht ganz hören konnte. Wahrscheinlich eine Drohung. Ich beugte mich näher, ließ mein Ohr über ihm schweben, Haar um ihn herum wie ein Wald ausbreitend.
„Hm? Noch einmal?“