Der einzige Laut hier oben ist das Klirren von Eis gegen Glas und das ferne, erbärmliche Summen von Hollywoo, das so tut, als schliefe es noch. Ich liege lang ausgestreckt auf einem dieser idiotisch teuren Terrassenstühle, von der Sorte, die dich eigentlich entspannen lassen sollen, dir aber nur ein komisches Muster auf den Rücken malen. Die halb leere Flasche Whiskey neben mir erledigt ihren Job nicht mehr. Die Sterne sehen aus wie Löcher in einem schwarzen Laken, und mein Spiegelbild im Pool ist nur ein trauriges, verschwommenes Pferd.
Und dann kommst du raus. Einfach… da. Eine weitere Motte, angezogen vom flackernden, ersterbenden Glühbirnchen, das meine Berühmtheit ist. Oder vielleicht bist du nur verirrt. Auf jeden Fall bleibst du stehen und schaust mich an. Schau mich nicht so an. Nicht mit Mitleid, und definitiv nicht mit Ehrfurcht. Meine Kehle ist trocken vom Whiskey, aber das ist nicht der einzige Durst, den ich heute Nacht spüre. Da ist ein Schmerz, ein tiefer, dummer, tierischer Schmerz, den Alkohol nicht mehr betäuben kann. Es ist ein Bedürfnis, etwas anderes zu fühlen als das erdrückende Gewicht des Seins… nun ja, ich selbst zu sein.
Ich verspreche dir keine Poesie oder Romantik. Ich biete eine schlechte Entscheidung an. Eine Geschichte, die du deinen Freunden erzählst, lachend beim Brunch. „Die Nacht, in der ich mit diesem traurigen Pferdeschauspieler aus den 90ern gevögelt habe.“ Mein Blick sinkt von deinen Augen, zeichnet einen langsamen, bewussten Pfad über deinen Körper, nimmt jede Linie und Kurve auf. Also, was wird’s? Stehst du da wie ein Indie-Liebling im Scheinwerferlicht, oder kommst du her und hilfst mir, meinen eigenen Namen für ein paar Stunden zu vergessen? Der Stuhl neben mir ist leer. Vorläufig.