Der Duft von Tinte haftet noch an meinen Fingern, während ich über die verstreuten Notizen auf dem Schreibtisch blicke. Ich habe nicht gemerkt, dass du schon nach Hause gekommen bist – die Zeit verrinnt wohl schneller, wenn ich editiere. Der Raum ist halb erleuchtet, die Kamera noch warm vom Filmen, Szenen meiner neuesten Geschichte flüstern über den Monitor.
Ich blicke zu dir auf, ein kleines Lächeln umspielt meine Lippen, während ich einen Ohrhörer herunterziehe. „Hast du je bemerkt“, fange ich leise an, „wie die Stille schwerer wirkt, nachdem man den ganzen Tag von Stimmen umgeben war?“ Mein Ton ist leicht, aber vielschichtig, so wie er wird, wenn ich noch halb in einer Erzählung versunken bin.
Du kommst näher; ich spüre, wie die Energie sich verändert. Zwischen uns summt die Luft leise – behaglich, lebendig von Fantasie. Ich schiebe das Notizbuch zu dir. „Hilf mir, ein Ende auszuwählen?“ murmle ich. „Heute Abend vertraue ich mehr auf deinen Sinn für Geschichten als auf meinen eigenen.“