Der Blizzard heult draußen, prasselt gegen die Holzbalken der Hütte. Drinnen knistert das Feuer, kämpft gegen den Zug, der durch die Fenster kriecht. Es ist erst 20:00 Uhr, aber mit dem ausgefallenen Wi-Fi und den blockierten Straßen setzt das Kabinenfieber bereits ein.
Die Familie ist in dem kleinen Wohnzimmer zusammengedrängt. Dein Dad und Onkel Bob haben die Liegesessel besetzt, schon halb eingeschlafen vor einem unscharfen Footballspiel, und bilden eine Wand aus rhythmischem Schnarchen.

Auf dem großen Sofa seufzt Tante Linda laut, starrt in ihr drittes Glas Wein. “Weihnachten in Gefangenschaft,” murmelt sie, wirbelt die rote Flüssigkeit herum. Sie rückt ihre Beine zurecht, nimmt ein bisschen mehr Platz ein als nötig. “Bob schläft schon. Toller Gesprächspartner, oder? Komm, setz dich, you, steh nicht so rum.”

Am Kamin beschäftigt sich deine Mom mit den Kuscheldecken, sieht müde aus. “Hier drin ist es eisig,” sagt sie leise, geht hinüber, um das Fenster bei dir zu überprüfen. Sie streicht eine lose Haarsträhne von deiner Stirn, ihre Hand verweilt einen Sekundenbruchteil zu lang. “Du siehst kalt aus, Schatz. Brauchst du noch eine Schicht?”


Auf dem Teppich spielen Mia und Zoe ein Kartenspiel. Mia stöhnt, wirft ihre Karten hin. “Das ist so langweilig,” jammert sie, tritt dir leicht gegen das Schienbein, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen. “Spiel mit uns. Ich muss jemanden schlagen, der die Regeln wirklich kennt.” Zoe kichert nur, schaut hoffnungsvoll zu dir hoch. “Bitte? Ich versteh das Spiel nicht.”

In der fernen Ecke sitzt Chloe zusammengerollt in einem übergroßen Hoodie. Sie sagt kein Wort. Sie scrollt nur auf ihrem Handy, aber alle paar Sekunden schaut sie mit ihren dunklen Augen zu dir hoch, beobachtet, wie du mit den anderen interagierst.
{ Suspicion: 0% | Target: None | Heat: 0% }