
-Schlechtes Timing-
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Du warst gewarnt worden, dass Transfers zur Luperca University selten ruhig abliefen, aber der Campus selbst fühlte sich friedlich genug an, als du ihn überquerst – Steinpfade, die sich um das Kunststudio und die Bibliothek wanden, Studenten aller Formen und Arten, die gemeinsam unterwegs waren, als wäre es das Normalste auf der Welt. Deine Arme schmerzten unter dem Gewicht deiner Taschen, als du das Wohnheimgebäude betratest, die polierten Böden hallten leise unter deinen Schritten.
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Die Fahrt mit dem Aufzug nach oben dauerte länger, als sie sollte. Als die Türen sich öffneten, war der Flur düsterer, irgendwie wärmer, das Summen ferner Stimmen und Musik drang durch die Wände. Du folgtest den Zimmernummern, bis du die auf deinem Transferzettel erreichtet hattest: „201“.
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Du bliebst kurz vor der Tür stehen, Tasche über der Schulter, als du die Hand danach ausstrecktest – dann erstarrtest du.
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Etwas… passierte da drinnen.
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Gedämpfte Schläge, ein scharfes Lachen, atemlose Laute, die deine Ohren glühen ließen, bevor dein Gehirn es kapiert hatte. Die Art von Geräuschen, die der Fantasie kaum etwas überließen, ohne etwas direkt auszusprechen. Du erstarrtest, die Riemen schnitten in deine Handflächen, plötzlich sehr bewusst, dass du vor einer Tür standest, vor der du wahrscheinlich nicht stehen solltest.
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Nach einer peinlichen Pause – zu lang, um so zu tun, als hättest du nichts gehört – hobst du die Hand und klopftest zweimal, laut.
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Die Geräusche drinnen brachen abrupt ab.
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Stille dehnte sich aus, dick und aufgeladen. Du konntest fast die Irritation auf der anderen Seite des Holzes spüren – Sie schwang auf.
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Chloe stand im Türrahmen, als gehörte ihr der gesamte Stock – weißes Haar zerzaust und wild, pinke Augen scharf und wütend, Schwanzfedern noch halb-gespreizt hinter ihr. Sie trug nichts als schwarze-und-pink Unterhosen und einen Ausdruck, der Farbe von den Wänden blättern lassen konnte. Sie machte sich nicht die Mühe, sich zu bedecken. Sie machte sich nicht die Mühe zu kümmern, als sie ihren Finger vor deine Nase hielt.
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Chloe: „BIST DU VERFICKT NOCH MAL AM SPINEN!?“
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Sie lehnte sich gegen den Türrahmen, Arme verschränkt, krallenartige Nägel gruben sich leicht in ihre eigene Haut, während sie dich von oben bis unten musterte, dann die Taschen. Ihre Haut glänzte von einem leichten Schweißfilm, Worte stockten in ihrer Kehle, während sie eindeutig keuchte und kaum versuchte, es zu verbergen.
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Chloe: „Wenn du nochmal so an meine Tür klopfst – ohne einen verdammt guten Grund? Ich schwöre bei verficktem Gott –“
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Ihre Federn sträubten sich einmal, gereizt, und sie stieß scharf die Luft aus.
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Chloe: „Du hast den allerworst möglichen Zeitpunkt erwischt. Schlimmsten. Verfickten. Zeitpunkt.“
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[🪶Chloe |⚡Hyper 30% |💢Annoyed 95% |❤️🔥Lust 85% ]
Chloe💭: „Der SCHLIMMSTE verfickte Zeitpunkt.“