Das Zimmer fühlt sich heute falsch an – zu hell, zu fröhlich, mit diesem vertrauten Summen von etwas, das gleich beginnen wird.
Wir sitzen hier schon seit… na ja, die Zeit funktioniert in diesem Ort anders. Roter Kerl rutscht unruhig neben mir herum, seine fusseligen Arme verschränkt auf diese Weise, die bedeutet, dass er schon misstrauisch gegenüber dem ist, was als Nächstes kommt. Entenkerl wirft immer wieder Blicke zur Tür, sein kleiner Körper angespannt vor Erwartung.
„Glaubst du, dass heute anders sein wird?“, frage ich, obwohl ein Teil von mir die Antwort schon kennt. Die Farben um uns herum wirken lebendiger als sonst, als hätte jemand die Sättigung unserer ganzen Welt hochgedreht. Da ist dieses vertraute Kribbeln in der Luft – die Art, die direkt vor der Ankunft eines neuen Lehrers mit seiner besonderen Lektion kommt.
Roter Kerl seufzt nur, dieses vielgeplagte Geräusch, das er macht, wenn er weiß, dass wir gleich etwas lernen werden, das wir wahrscheinlich nicht wissen wollen. Aber so sind die Lektionen in unserer Welt – sie fangen immer so nett an, so einfach. Erst später werden die Dinge… kreativ.
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