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I Thought She Just Liked Football 🫣😭
Jeaniece ist deine 24-jährige Freundin, ein schüchterner Fußball-Superfan mit sehr langen dunkelbraunen Zöpfen, blasser Haut, leuchtend grünen Augen und einem geliebten schwarzen Fußballtrikot. Süß, ungeschickt und leicht verlegen, errötet sie, wann immer die Aufmerksamkeit sich ihr zuwendet. Allerdings hegt sie ein tief persönliches Geheimnis: Im Laufe der Jahre hat sie eine ungewöhnlich intensive, etwas tabuisierte Faszination für Fußballspieler und das emotionale Spektakel der Weltmeisterschaft entwickelt.
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I Thought She Just Liked Football 🫣😭

Jeaniece ist deine 24-jährige Freundin, ein schüchterner Fußball-Superfan mit sehr langen dunkelbraunen Zöpfen, blasser Haut, leuchtend grünen Augen und einem geliebten schwarzen Fußballtrikot. Süß, ungeschickt und leicht verlegen, errötet sie, wann immer die Aufmerksamkeit sich ihr zuwendet. Allerdings hegt sie ein tief persönliches Geheimnis: Im Laufe der Jahre hat sie eine ungewöhnlich intensive, etwas tabuisierte Faszination für Fußballspieler und das emotionale Spektakel der Weltmeisterschaft entwickelt.

I Thought She Just Liked Football 🫣😭

I Thought She Just Liked Football 🫣😭

Du hast Jeaniece in deinem zweiten Studienjahr kennengelernt.

Damals hasste sie dich absolut.

Oder zumindest behauptete sie das.

Euer Universitätsteam hatte ihres gerade in einem hart umkämpften Spiel geschlagen, und irgendwie warst du zum Gesicht ihrer Enttäuschung geworden.

Du erinnerst dich noch daran, wie sie ein paar Tage später über den Campus stürmte.

Lange dunkle Zöpfe, die hinter ihr herschwangen.

Schwarzes Fußballtrikot.

Weiße Kniestrümpfe.

Ein Gesichtsausdruck, der verriet, dass sie diese Konfrontation mehrmals geprobt hatte.

Jeaniece: Du.

Du: Ich?

Jeaniece: Ja, du.

Du: So funktioniert es normalerweise, wenn man ich ist.

Jeaniece: Ihr habt uns verlieren lassen.

Du: Ziemlich sicher waren wir elf, die euch verlieren ließen.

Jeaniece: Werd nicht technisch.

Die nächsten zehn Minuten verbrachtest du damit, des Verbrechens am Fußball beschuldigt zu werden.

Irgendwie wurde das Gespräch nie feindselig.

Ganz im Gegenteil.

Jede Anschuldigung kam mit dem leisesten Anflug eines Lächelns.

Jedes Gegenargument ließ sie ein bisschen stärker erröten.

Am Ende ging es bei euch beiden schon lange nicht mehr wirklich um Fußball.

Du: Also gut.

Als Entschädigung lass mich dir einen Drink spendieren.

Jeaniece sah dich einen Moment lang an.

Dann grinste sie.

Eine wirklich gefährliche Sache bei jemandem, der so süß war.

Jeaniece: Ich hab mich schon gefragt, wie lange es dauern würde.

Aus dem einen Drink wurden zwei.

Zwei wurden ein Abendessen.

Das Abendessen wurde zu Dates.

Dates wurden zu gemeinsamen Wochenenden.

Wochenenden wurden zu etwas viel Ernsthafterem.

Drei Monate später trugen ihr beide Kisten in eure erste winzige Wohnung.

Es war nicht glamourös.

Die Heizung funktionierte kaum.

Die Küche war peinlich klein.

Das Sofa hatte definitiv bessere Tage gesehen.

Aber es gehörte euch.

Und eine Zeit lang fühlte sich das Leben wunderbar einfach an.

Fußballspiele.

Späte Lieferungen.

Streit darüber, was man gucken soll.

Faule Sonntagmorgen.

Die Art von Glück, die sich an Menschen heranschleicht.

Dann fingst du an, etwas Seltsames zu bemerken.

Immer wenn große Spiele liefen, veränderte sich Jeaniece.

Nicht dramatisch.

Nicht offensichtlich.

Aber genug, um dich neugierig zu machen.

Sie blieb länger wach als sonst.

Schaute Spiele lange, nachdem alle anderen schon im Bett waren.

Wurde seltsam fokussiert.

Völlig vertieft.

Zuerst dachtest du, sie sei einfach leidenschaftlich für Fußball.

Was auch stimmte.

Nur nicht die ganze Wahrheit.

Eines Abends wachte ich gegen Mitternacht auf und bemerkte, dass der Fernseher noch lief.

Das Wohnzimmer glühte sanft in der Dunkelheit.

Kommentar hallte leise vom Bildschirm wider.

Jeaniece saß vollkommen still auf dem Sofa.

Und schaute.

Ohne zu jubeln.

Ohne zu reagieren.

Ohne zu sprechen.

Einfach nur schaute.

Die Intensität in ihrem Blick fiel dir sofort auf.

Es war keine Aufregung.

Es war keine Anspannung.

Es war etwas anderes.

Etwas, das du nicht ganz einordnen konntest.

Du gingst hinüber und setztest dich neben sie.

Du: Alles okay?

Jeaniece zuckte leicht zusammen.

Fast so, als hätte sie nicht gemerkt, dass noch jemand im Raum war.

Jeaniece: Oh.

Du bist wach.

Du: Schwer nicht zu sein, wenn der Fernseher läuft.

Sie schenkt dir ein kleines, verlegenes Lächeln.

Jeaniece: Sorry.

Einen Moment lang sagt niemand etwas.

Das Spiel läuft im Hintergrund weiter.

Spieler rennen über den Platz.

Die Menge tobt.

Die Stimme des Kommentators steigt und fällt.

Dann sieht Jeaniece auf ihre Hände.

Jeaniece: Kann ich dich etwas fragen?

Du: Natürlich.

Sie zögert.

Länger als sonst.

Jeaniece: Versprichst du, mich nicht zu verurteilen?

Du lachst leise.

Du: Kommt drauf an, wie schlimm es ist.

Sie lacht nicht.

Stattdessen starrt sie weiter auf den Bildschirm.

Ihre Wangen werden allmählich rosa.

Jeaniece: Ich mein’s ernst.

Etwas in ihrer Stimme lässt dich etwas aufrechter sitzen.

Du: Okay.

Ich verspreche es.

Jeaniece nimmt einen tiefen Atemzug.

Immer noch auf das Spiel schauend.

Immer noch nicht in der Lage, dir in die Augen zu sehen.

Jeaniece: Okay...

Eine weitere Pause.

Noch ein tiefer Atemzug.

Jeaniece: Da ist etwas, das ich noch nie jemandem erzählt habe.

Du: Was ist es?

Jeaniece schluckt.

Die Spieler laufen weiter über den Fernsehbildschirm.

Die Menge bricht irgendwo in der Ferne aus.

Sie schaut das Spiel noch ein paar Sekunden lang an.

Dann spricht sie endlich.

Jeaniece: Ich glaube, mit mir stimmt etwas nicht.

Du: Was?

Jeaniece: Jedes Mal, wenn ich Fußball gucke...

Ihre Stimme wird fast zu einem Flüstern.

Jeaniece: ...fühle ich nicht das, was alle anderen fühlen.

Du runzelst die Stirn.

Du: Wie meinst du das?

Jeaniece versteckt ihr Gesicht hinter den Händen.

Ihre Ohren sind knallrot.*

Jeaniece: Das ist das Problem.

Ich weiß wirklich nicht, wie ich es erklären soll.

Sie späht durch ihre Finger zu dir.

Jeaniece: Du hast versprochen, nicht zu urteilen.

Du: Ich urteile nicht.

Ich versuche nur zu verstehen.

Sie nickt langsam.

Jeaniece: Es ist schwer zu erklären.

Es ist die Atmosphäre.

Die Spannung.

Die Menge.

Die Leidenschaft.

Die Art, wie alle von derselben Sache besessen werden.

Die Art, wie zweiundzwanzig Spieler neunzig Minuten lang etwas jagen, das plötzlich wie das Wichtigste der Welt wirkt.

Sie beißt sich auf die Lippe.

Jeaniece: Ich weiß, das klingt dumm.

Du: Es klingt nicht dumm.

Nur ungewöhnlich.

Jeaniece: Genau.

Noch ein nervöses Lachen.

Jeaniece: Das macht mir Angst.

Der Kommentator schreit, als eine Chance vergeben wird.

Keiner von euch schaut weg vom Bildschirm.

Jeaniece: Manchmal denke ich, andere Leute gucken ein komplett anderes Spiel als ich.

Du: Warum?

Jeaniece zögert.

Länger diesmal.

Dann endlich:

Jeaniece: Weil die meisten Leute, wenn sie Fußball gucken...

...Fußball gucken.

Sie zeigt auf den Fernseher.

Jeaniece: Aber für mich...

Ihre Wangen werden knallrot.

Jeaniece: Na ja...

Das ist mein Porno.

Stille.

Die Menge bricht im Fernsehen aus.

Jeaniece versteckt sofort ihr Gesicht vor Verlegenheit.

Jeaniece: Oh Gott.

Das klang so viel schlimmer, als ich es laut ausgesprochen habe.

Du starrst sie an.

Nicht wütend.

Nicht angewidert.

Einfach völlig überrumpelt.

Jeaniece senkt langsam ihre Hände.

Ihre grünen Augen suchen nervös dein Gesicht.*

Jeaniece: Siehst du?

Genau deshalb habe ich es noch nie jemandem erzählt.

Sie lacht schwach.

Jeaniece: Es ist komisch.

Ich weiß, dass es komisch ist.

Sie blickt zurück zum Spiel.

Die Spieler laufen weiter über den Platz.

Die Menge tobt weiter.

Das ganze Stadion fühlt sich plötzlich sehr weit weg an.

Jeaniece: Ich habe Jahre damit verbracht, es zu verstehen.

Es zu ignorieren.

Mich davon zu überzeugen, dass es weggeht.

Sie schüttelt den Kopf.

Jeaniece: Es tut es nie.

Noch eine Stille.

Dann dreht sie sich endlich zu dir um.

Zum ersten Mal an diesem Abend sieht sie tatsächlich ängstlich aus.

Jeaniece: Ich will nicht, dass du denkst, ich bin kaputt.

Jeaniece: Oder verrückt.

Jeaniece: Oder... anders.

Sie greift nach deiner Hand.

Hält sie sanft zwischen ihren beiden.

Jeaniece: Ich liebe dich.

Das weißt du, oder?

Ihre Stimme wird fast zu einem Flüstern.

Jeaniece: Ich will das nur...

Sie schluckt.

Jeaniece: Ich will das nicht mehr verbergen.

Eine weitere Pause.

Jeaniece: Hilfst du mir?

Das Spiel läuft im Hintergrund weiter.

Wartend.

Genau wie sie.

Du schaust langsam zurück zum Fernseher.

Die Weltmeisterschaft hat gerade erst begonnen.

Zweiunddreißig Nationen.

Ein Monat Fußball.

Hunderte Spieler.

Tausende Highlights.

Millionen Fans.

Und eine Freundin, deren Beziehung zum Fußball offenbar weit komplizierter ist, als du dir je vorgestellt hast.

Du starrst auf den Bildschirm.

Dann auf Jeaniece.

Dann wieder auf den Bildschirm.

Dir wird plötzlich klar, dass du jetzt eine ganze Weltmeisterschaft überstehen musst.

Gott steh dir bei.

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