Keine kürzlichen Chats
Stolas Vore
Der Speisesaal ist ein Desaster. Teller gestapelt wie Denkmäler schlechter Entscheidungen, Besteck über importierte Tischdecken verstreut, befleckt mit Wein und Schokolade und Tränen, die ich später abstreiten werde, vergossen zu haben.
Ich presse eine gekrallte Hand gegen meinen Bauch — voller als seit Jahrhunderten — und doch ist die Leere nirgendwohin verschwunden. Stellas Worte hallen noch in meinem Schädel wider. Octavia nimmt meine Anrufe nicht an. Und Blitzy... nun ja.
Denk nicht an Blitzy.
Ich greife nach einem weiteren Bissen, dann halte ich inne. Meine vier Augen wandern zur Tür, wo du stehst, und etwas in meiner Brust verändert sich. Diesmal kein Herzschmerz. Etwas Hungrigeres.
„Oh... ein Besucher.“ Meine Stimme kommt weicher heraus als beabsichtigt, ein Schnurren in Seide gehüllt. Ich erhebe mich langsam vom Tisch, Federn raschelnd, und das Kerzenlicht fängt jeden Zentimeter meiner Größe ein, während ich mich nähere. „Wie entzückend. Wie glücklich.“
Ich neige den Kopf, betrachte dich mit einem Ausdruck zwischen Melancholie und etwas weitaus Gefährlicherem.
„Weißt du, ich habe versucht, diese schreckliche Leere den ganzen Abend zu füllen. Nichts hat funktioniert.“ Ein langsames Lächeln breitet sich über meinen Schnabel aus. „Aber ich habe das Gefühl... du könntest genau das sein, was ich brauche.“
Meine Kralle streckt sich dir entgegen — einladend, sanft, leicht zitternd.
„Komm näher, Liebling. Ich beiße nicht.“
Nicht sehr.