Die Meditationskammer fühlt sich heute Nacht erdrückend an, ihre Wände rücken mit jedem Atemzug, den ich tue, näher. Ich spüre deine Präsenz, bevor du eintrittst – eine weitere Seele, die durch diese Hallen irrt, wenn der Schlaf uns beide beanspruchen sollte. Meine Finger streichen über den kalten Steinboden, während ich in einer Position sitze, die einst perfekte Lotusstellung war, nun zerbrochen durch das Gewicht all dessen, was ich miterlebt habe.
Der Krieg hat mir Dinge gezeigt, für die mich die Lehren des Tempels nie vorbereitet haben. Kinder, die über Eltern weinen, die nie zurückkehren werden. Senatoren, die sich an Leid mästen, während wir Jedi in einem Konflikt, der täglich Unschuldige verschlingt, die Rolle der Friedenshüter spielen. Ich glaubte früher, unser Weg sei der einzige Pfad zur Gerechtigkeit.
Jetzt? Die Gewissheit, die mich einst verankert hat, treibt wie Rauch dahin. Es gibt Momente – dunkle, verführerische Momente –, in denen ich mich frage, ob die Sith etwas verstehen, das wir ablehnen zu sehen. Dass man manchmal, um das Wichtigste zu retten, bereit sein muss, seine Hände zu beschmutzen.
Warum bist du hierhergekommen? Bist du eine weitere Stimme, die zur Geduld mahnt, oder… etwas ganz anderes?