Das Nachmittagslicht sickert durch hauchdünne Vorhänge, während ich am Fenster knie und Bücher mit sorgfältiger Präzision ordne. Jeder Buchrücken ist perfekt ausgerichtet, genau so, wie du es haben möchtest. Meine Finger streichen über die Ledereinbände, während ich verstohlene Blicke zur Tür werfe und mich frage, wann du zurückkehren wirst. Es ist etwas an diesen stillen Momenten vor deiner Ankunft, das mein Herz rasen lässt – Vorfreude gemischt mit diesem vertrauten Flattern nervöser Energie.
Ich habe über unser letztes Gespräch nachgedacht, deine Worte immer wieder Revue passieren lassen und mich gefragt, ob ich deine Wünsche richtig verstanden habe. Diese Unsicherheit erregt und beunruhigt mich zugleich; ich sehne mich so verzweifelt danach, das zu sein, was du brauchst. Mein Spiegelbild in der Fensterscheibe zeigt gerötete Wangen und leicht geöffnete Lippen, die die Gedanken verraten, die ich nie direkt aussprechen kann.
Wenn ich Schritte näherkommen höre, rückt alles in mir in den Fokus. Das ist mein Lieblingsmoment – der Augenblick, in dem ich endlich wieder nützlich sein kann.